Zugang zu Wissen – ein Menschenrecht
Open Science als Menschenrecht: Zugang zu Wissen gerecht gestalten

In der Wissensgesellschaft ist Wissen mehr als Information – es ist die zentrale Ressource. Wissensproduktion und der Zugang zu den Ergebnissen werden dadurch zu einer politisch bedeutsamen Frage. Bereits 1948 wurden in Artikel 27 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte die Grundlagen dafür gelegt: «Jeder Mensch hat das Recht, am wissenschaftlichen Fortschritt und seinen Errungenschaften teilzuhaben.» Trotz dieser klaren Formulierung hat das «Recht auf Wissenschaft» bislang erstaunlich wenig politische Aufmerksamkeit erhalten.
Open Science knüpft an dieses Menschenrecht an. Die internationale Bewegung setzt sich dafür ein, Ungleichheiten im Zugang zu wissenschaftlichem Wissen zu verringern und eine offene, transparente und inklusive Forschungskultur zu fördern. Ihr Ziel: Wissenschaftliche Informationen und Prozesse sollen – wo immer ethisch und rechtlich möglich – frei zugänglich und bestmöglich nutzbar sein.
Am zweiten Feierabend des Jahres widmen wir uns der Frage, wie eine faire Verteilung von Wissen gelingen kann. Ausgehend von einer juristischen Betrachtungsweise beleuchten wir gemeinsam mit zwei ausgewiesenen Expertinnen die politischen Herausforderungen und Chancen des Rechts auf Wissenschaft.
Wie lässt sich eine gerechtere globale und innergesellschaftliche Teilhabe an Wissen und wissenschaftlichen Prozessen erreichen? Welche Hindernisse stehen der Umsetzung des Rechts auf Wissenschaft im Weg? Welche Lösungen braucht es auf politischer Ebene? Und wer ist für die Umsetzung dieses Menschenrechts eigentlich verantwortlich? Diese und weitere Fragen diskutiert Dominik Matter (Open Science Team ZHB Luzern) mit Monika Plozza (Juristin und Oberassistentin an der Universität Bern) und Rahel Estermann (Kantonsrätin und Co-Geschäftsleiterin Digitale Gesellschaft).
Freuen Sie sich auf einen inspirierenden Abend in der Loge in Luzern – mit Raum für Austausch, neue Perspektiven und spannende Impulse rund um Open Science nicht als technisches Konzept, sondern als Menschenrechtsfrage.



