Datum
Samstag, 15. Juni 2024
14.00 bis 15.00 Uhr
Ort
Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern
Standort Sempacherstrasse
Lageplan

Otto Heigold stellt sein Werk vor. Die Rauminstallation "Fragmente" ist von April bis Ende Oktober 2024 im Bistro Wärchbrogg zu Gast.

Foto: ZHB

Otto Heigold erzählt von seiner Arbeit, den Prozess und die Bedeutung der speziellen Rauminstallation. Er hat die 144 Fächer der "Fächliwand" des Bistros mit je einem Bildobjekt ausgestaltet. 
Regula Egger, ZHB Luzern, trifft den Künstler auf ein Gespräch im Bistro Wärchbrogg am Standort Sempacherstrasse.


Rauminstallation "Fragmente" von Otto Heigold

Installation
Sie ist einmalig auf einen bestimmten Raum bezogen. In andere Räume und Situationen kann sie nicht kopiert werden.

Vorgabe
144 Fächer sind mit je einem Bildobjekt von Otto Heigold bestückt. Die 144 Fragmente sind in Weiss, Grau, Schwarz gestaltet.
Der Künstler schneidet aus schwarzem Gummi Zeichen, klebt sie auf einen grauen Karton. Die Zeichen werden auch zu Gussformen. Nun giesst er weisse Dispersionsfarbe in die Gussformen, füllt sie aber nie ganz, entscheidet jedes Mal intuitiv. Die weissen Formen sind nie kongruent mit den schwarzen Zeichen. Der Fluss bleibt unmittelbar sichtbar.

Zwei Pole
Immer sind zwei Pole bedeutend: Das Konzept der Werkreihe und das Spielerische. Die Reihe zeigt keinen linearen Weg. Vielmehr eine Entwicklung. Aus einem ersten Schritt wachsen intuitiv überraschende neue Formen. Nebenwege tun sich auf. Die Zwischenschritte finden noch keinen Abschluss. Immer vergleiche ich das Kleine mit dem Grossen, suche das Grosse im Kleinen. Meine Arbeitsschritte wechseln stets. Denn ich greife ein, lege ein Bildobjekt beiseite, hole ein weiteres aus dem Archiv, korrigiere, bis die optimale Lösung vorliegt. Auf diesem Weg ergeben sich dauernd Synergien.

Prozess
In diesem Prozess entstehen die Bildschrift und das Schriftbild des Schreibers. Nicht zufällig: Seit vielen Jahren schaffe ich als Künstler Texte, Zeichnungen und Zeichen, bringe diese unterschiedlichen Vorhaben auf die kurze Formel: Texte zeichnen – Bilder schreiben.

Energiefeld
Die Stirnwand des Bistros (die «Fächliwand») verwandelt sich in ein vibrierendes Energiefeld. Der Fluss der Farbe mit seiner abweichenden Konsistenz, so wie auch die grauen Zwischenräume mit der Textur der Materialien schaffen Licht, Rhythmus und Klang.

 

Die Installation bleibt bis Ende Oktober 2024 und kann während den Öffnungszeiten des Bistros besichtigt werden: 

Montag bis Freitag 08.00 - 18.00 
Samstag 08.00 - 16.00
Sonntag 08.00 - 16.00 (nur Mai und Juni)