Veranstaltungen

Ein Fest für Leserinnen und Leser

  • 15.03.2019 17:00 Uhr

Vom 15. bis 17. März dreht sich in Luzern fast alles um die Literatur: Literaturfest, Buchmarkt, Salon Swips ... und die ZHB ist natürlich mit von der Partie.

Andreas Grosz

Elisabeth Zurgilgen

Pino Masullo

Theres Roth-Hunkeler

Ueli Thalmann

Das Vorspiel am Donnerstag, den 14.3.2019, bestreitet auch in diesem Jahr Salon Swips, der Literatursalon der unabhängigen Schweizer Verleger, in der Stadtbibliothek. Vier passionierte Buchmenschen treffen sich im Gespräch über aktuelle Literatur. 

Am Freitag, den 15.3.2019 starten die Festtage der Literatur um 17:00 mit dem Buchmarkt in der Kornschütte. Bis zum Sonntag versammeln sich dort und im Theaterpavillon grossartige Autorinnen und Autoren, schöne Bücher und begeisterte Leserinnen und Leser. Der Krimiabend am Freitag und die lange Nacht der Literatur am Samstag finden in diesem Jahr im Theaterpavillon statt.

Einer lieb gewordenen Tradition folgend präsentiert die ZHB am Samstag in der Kornschütte das Zentralschweizer Literaturschaffen. Zwischen 13:00 und 17:00 lesen Autorinnen und Autoren, die sich in der Zentralschweizer Literaturlandschaft und weit darüber hinaus einen Namen gemacht haben.

13.00 Andreas Grosz / 14.00 Elisabeth Zurgilgen / 15.00 Pino Masullo / 16.00 Theres Roth-Hunkeler / 17.00 Ueli Thalmann. Moderation: Ina Brueckel.
Das ausführliche Programm ist in Kürze unter Luzerner Literaturfest zu finden.


Details zu den Autoren des Zentralschweizer Literaturschaffens

Andreas Grosz
geboren 1958, erwarb das Übersetzerdiplom an der DOZ. Von 1986–1995 schrieb er Reportagen und Geschichten in der Neuen Zürcher Zeitung. Der Autor, Übersetzer und Herausgeber lebt in Erstfeld UR. Zusammen mit Beatrice Maritz betreibt er den Verlag pudelundpinscher. Andreas Grozs liest aus: Zwei gottlos schöne Füchslein. Wädenswil, pudelundpinscher, 2018. Das Exposé dieses Buches wurde 2015 mit dem Zuger Werkjahr ausgezeichnet.

"Dieses Buch ist ein so bewegendes Dokument des Gefühls der Krise, mit dem wir im Moment leben, weil es ganz stoisch notiert, was sich vor unseren Augen und Ohren zurückzieht. Die heimatlich vertrauten Klänge, Farben und Gerüche der einmal auf Frühling, Sommer, Herbst und Winter datierten Wahrnehmungen. Das jahreszeitlich bestimmte Gebaren der Tiere und Pflanzen. Die Welt des ›ewigen‹ Schnees. Die Geschichten der Lebenden und der Toten, von der lebenslang geliebten Großmutter bis hin zu vielfältigen Schicksalen aus dem Schächental. Die (angeblich angeborene) Sicherheit bezüglich des eigenen Geschlechts. Die einst als selbstverständlich wahrgenommene Kraft der Religion. Die (nicht mehr genau unterscheidbaren) Gegebenheiten der Imagination gegenüber denen der Realität. Sogar scheinbar nebensächlich daher Erzähltes bekommt den bangen Klang des Verlustes. Warum man bei der Lektüre trotzdem euphorisch werden kann: als ob etwas gerettet wird, weil es ebenso scharf gefräst wahrgenommen wie mit größter poetischer Selbstverständlichkeit auf­gezeichnet ist. Als würde alles noch einmal in der Welt dieser Dichtung erschaffen, um sich dann – und deswegen möchte man dieses beinahe magisch wirkende Buch gar nicht mehr aus der Hand legen – zu verabschieden." Lioba Happel
 

Elisabeth Zurgilgen
wurde 1955 in Obwalden geboren und lebt heute wieder dort. Sie schreibt Kurzgeschichten, Erzählungen, Porträts, Hörspiele und Kolumnen und ist seit Jahren Autorin der Morgengeschichten (früher Zum neuen Tag) auf SRF 1. Sie arbeitete lange Zeit als Journalistin und Redaktionsleiterin. Heute ist sie Professorin für Kommunikation Deutsch an der Hochschule Luzern Wirtschaft. Für ihr neustes Werk Solange sie die Trommeln schlagen wurde Elisabeth Zurgilgen im April 2018 von der Zentralschweizerischen Literaturförderung 2017/2018 mit einem Werkbeitrag ausgezeichnet!

"Eigentlich ist das ein Traumjob für Lea Pfister: sie soll Porträts über die Leute im Hochtal schreiben, in dem sie seit Sommer lebt. Doch will hier niemand sein Leben erzählen. Den meisten reicht die Selbstdarstellung auf Facebook. Das erzählen, so stellt Lea fest, verliert rasch an Wert. Was sie nicht zulassen will. Doch während sie verzweifelt um jede Geschichte der Bewohnerinnen und Bewohner ringt, gerät nach Weihnachten, in den Tagen zwischen den Jahren, die Welt im Hochtal aus den Fugen. In einer stürmischen Föhnnacht legt ein Bergsturz den Eingang zu einer Höhle frei, der besser verschlossen geblieben wäre. Auf einmal werden vergessen geglaubte Geschichten wieder erzählt." (Klappentext)


Pino Masullo
wurde 1963 in Luzern geboren, wo er als Sohn eines Schreiners und einer Schneiderin mit seinen zwei Schwestern aufwuchs. Studium der Gitarre am Musikkonservatorium Schaffhausen, Schweiz. Arbeitet als Gitarrenlehrer und Musiker. Konzerte im In –und Ausland. Theaterproduktionen. Studiomusiker bei div. CD-Produktionen. Buchautor.

In einem abgelegenen Dorf im Süden, wo das Fest der Berggeister gefeiert wird, beginnt sich alles nach der schleichenden Machtübernahme durch den Vorsteher der Region zu verändern. Rosa, die schon früh ihre Eltern verliert und sich weigert das Elternhaus zu verlassen und darauf besteht, weiterhin dort zu leben, obwohl sie noch ein Kind ist, heiratet später den Fahrenden Vito. Zusammen wohnen sie fortan im Steinhaus oben am Berg, wo auch ihr Sohn Vituccio geboren wird. Das Glück wird jedoch jäh unterbrochen. Ein Leben lang fragt sich Rosa, was aus Vituccio geworden ist. Und Vituccio erfährt erst später, dass die Eheleute Gora nicht seine wirklichen Eltern sind.


Theres Roth-Hunkeler
1953 in Hochdorf LU geboren. Arbeit für die Presse in den Bereichen Erwachsenenbildung und Literatur. Veröffentlichung von Kurzgeschichten in Anthologien, Literaturzeitschriften und Tageszeitungen. Förderpreise des Kantons Luzern und der Stadt St. Gallen. Auszeichnung am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 1991. Die Autorin liest aus ihrem neuesten, im Verlag Edition Bücherlese erschienenen Roman Allein oder mit anderen.

Für einige Monate ist Annabelle nach Kopenhagen gereist und probt dort ein anderes Leben. Sie besucht einen Englischkurs, wo sie die junge Berlinerin Rose kennenlernt. Daneben schreibt sie Briefe, an ihre Schwester Alice, die den Sohn verloren hat, an ihren norwegischen Freund Ólafur und an ihre drei erwachsenen Töchter. Besonders um Cora, die Jüngste, die noch nicht Fuß gefasst hat im Leben, drehen sich Annabelles Gedanken oft. Zur Ruhe kommt sie nur, wenn sie ihr Material am langen Tisch in der Gastwohnung ausbreitet und sich in ihre Collagen vertieft. Schneidend und zusammenfügend, verschiebend, schichtend und klebend kommt sie allmählich dem eigenen Familiengefüge auf die Spur. Dabei hilft ihr ausgerechnet die freakige Rose, die schonungslos die richtigen Fragen stellt. Theres Roth-Hunkeler zeichnet das Porträt einer Familie, in der sich Rollen verschieben und Besetzungen ändern. Ist diese Familie defekt, lässt sie sich reparieren oder ist sie schlicht normal?

 

Ueli Thalmann
geboren 1964, lebt in Luzern und bezeichnet sich als "Entlebucher-Secondo". Er arbeitet seit 1985 in der Film- und Musikindustrie und schreibt Drehbücher für nationale und internationale Werbefilmprojekte. "Emmeneggers Fernduell" ist nach "Emmeneggers Wolfsjagd" sein zweiter Kriminalroman, der hauptsächlich im Luzernischen Entlebuch spielt, aber nicht nur!

Saint-Malo, Bretagne - der Urlaub im Westen Frankreichs scheint Bruno Emmenegger, Kommissar der Luzerner Polizei, schlicht perfekt: blauer Himmel, angenehme Temperaturen, eine ausgezeichnete Küche und eine bezaubernde Begleitung. Doch während sich der Kommissar an der bretonischen Küste erholt, wird seine wackere Truppe in der Heimat mit Arbeit überhäuft. Eine Wasserleiche und das mysteriöse Verschwinden zweier junger Frauen halten die Luzerner Polizei gehörig auf Trab. Den Ermittlern werden unheimliche Polaroidfotos der vermissten Frauen zugespielt. Sind es Hinweise auf ein schlimmes Verbrechen in der Vergangenheit? Klar ist nur: Die einzige Spur führt ins Entlebuch, nach Sörenberg, in den hintersten Winkel des Waldemmentals. Dort aber bläst den Polizisten ein rauer Wind entgegen. Deshalb beschließt Emmenegger, seine Ferien zu unterbrechen und in seine alte Heimat, den "Wilden Westen Luzerns", zurückzukehren, um für Recht und Ordnung zu sorgen. Mit einem kuriosen Polizeieinsatz löst Emmenegger den Fall auf seine ganz spezielle Weise. Wieder zurück in Saint-Malo hat der Kommissar allerdings noch eine weitere verzwickte Aufgabe zu lösen.

 

 

 

 

/ ib

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