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Der Trafikant

  • 20.02.2019 19:30 Uhr

Der Bestseller von Robert Seethaler als grosses Erzähltheater von und mit Hanspeter Müller-Drossaart. Regie: Buschi Luginbühl. Technik: Martin Burkhardt. Am Mittwoch, 20. Februar 2019 um 19.30 Uhr im Theater Pavillon, Spelteriniweg 6, Luzern

 

Foto: Bernhard Fuchs

Bernhard Fuchs

Bernhard Fuchs

In der Reihe „Literatur Live“ präsentieren die Stadtbibliothek, die ZHB und die Hirschmatt-Buchhandlung "Der Trafikant“ von Robert Seethaler in der szenischen Bearbeitung von Hanspeter Müller-Drossaart.

Seethalers Bestseller erzählt die Geschichte des jungen Franz, seiner Liebe zu Anezka und seine Freundschaft mit Sigmund Freud im Wien der Dreißigerjahre. Grosse Literatur – Beeindruckendes Erzähltheater. Vielstimmig und bildreich.

Im Theater Pavillon, Spelteriniweg 6, Luzern (Bus 6, 7, 8 bis «Weinbergli). Eintritt: 25 Franken (mit Kulturlegi 50 % Rabatt). Vorverkauf: Stadtbibliothek Luzern (Bourbaki Panorama am Löwenplatz, 1. OG) und Hirschmatt Buchhandlung (041 210 19 19)

 

Details zum Roman von Robert Seethaler
„Es war eine Ahnung, die da zwischen den vielen Druckbuchstaben herausraschelte, eine kleine Ahnung von den Möglichkeiten der Welt.“

Österreich 1937/38: Der 17-jährige Franz Huchel verlässt sein Heimatdorf, um in Wien als Lehrling in einer Trafik - einem kleinen Tabak- und Zeitungsgeschäft - sein Glück zu suchen. „Eine schlechte Zigarre, die schmeckt nach Pferdemist, eine gute Zigarre schmeckt nach Tabak. Aber eine sehr gute, die schmeckt nach der Welt."
In der Trafik begegnet er eines Tages dem Stammkunden Sigmund Freud und ist sofort fasziniert von ihm. Im Laufe der Zeit entwickelt sich eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Als sich Franz kurz darauf Hals über Kopf in die Varietétänzerin Anezka verliebt, sucht er bei dem alten Professor Rat. Dabei stellt sich jedoch schnell heraus, dass dem weltbekannten Psychoanalytiker das weibliche Geschlecht ein mindestens ebenso großes Rätsel ist wie Franz. „An den Klippen zum Weiblichen zerschellen selbst die Besten von uns!"
Ohnmächtig fühlen sich beide auch angesichts der sich dramatisch zuspitzenden politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse. Im März 1938 erfolgt der ‚Anschluss’ Österreichs an das Deutsche Reich. Nichts ist wie vorher. Und schon bald werden Franz, Freud und Anezka jäh vom Strudel der Ereignisse mitgerissen.

"Der Trafikant" und andere Werke von Robert Seethaler finden Sie im Bestand der ZHB.

Von seltener Eindringlichkeit!
"Wenn man erlebt, wie Hanspeter Müller-Drossaart in Robert Seethalers „Trafikanten“ und dessen Zeitgenossen schlüpft, ist das ergreifend in doppelter Hinsicht. Da ist dieses schauspielerische Können, die Kunst des „Nie-zuviel-und-nie-zu wenig“. Mit kleinen Gesten, großer Empathie, seiner Mimik und Stimme wechselt er geschmeidig die Rollen - und ebenso wechselt die Stimmung im Saal, von heiter über ernst bis traurig und benommen. Und dann ist da dieser Stoff, dem man sich nicht entziehen kann, weil er uns die zeitlosen Mechanismen der Sinnlosigkeit und Brutalität von Krieg vor Augen führt. - In dieser Kombination von einer seltenen Eindringlichkeit." Nicola Steiner, Literatur-Redaktorin SRF

 

 

/ ib

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