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Datenmanagementplan in der Theologie – eine Vorlage

Was sind Forschungsdaten und wie publiziere ich sie? Was nützt ein Datenmanagementplan (DMP) und wie muss dieser aussehen? Was ist dabei das Besondere bei der theologischen Forschung?

Foto: pexels auf pixabay.com

Diese und ähnliche Fragen stehen am Anfang eines Forschungsprojekts und können gerade auf junge Forschende, die noch nie etwas von Forschungsdatenmanagement gehört haben, zunächst befremdend oder gar bedrohlich wirken. Doch wer sich auf das Thema der Forschungsdaten einlässt, merkt bald, wie sinnvoll das Ganze ist, welche Vorteile man als Forschende dabei hat. Es geht um transparentes und methodisches Arbeiten mit dem Ziel, neben der angestrebten Hauptpublikation der Forschungsleistung zusätzliche Ergebnisse Open Acces zu veröffentlichen.

Alle profitieren davon: Das eigene Arbeiten kann strukturierter und professioneller werden, man kann zusätzliche Publikationen ausweisen. Und die Forscherinnen- und Forschergemeinde erhält weitere Einblicke in die Arbeit, hat weitere Forschungsergebnisse zur Verfügung, auf die sie sich beziehen und die sie nachnutzen kann. Man stelle sich kurz vor, wie vorteilhaft es wäre, wenn die heutige Theologie von den Theologinnen und Theologen des 20. Jahrhunderts nicht nur den Input und Output, z.B. die behandelte Literatur und den Schluss der Forschung in Form eines Buchs oder Artikels zur Verfügung hätte, sondern ebenso eine Einsicht in die konkreten Arbeitschritte, Überlegungen und Methoden dazwischen.

Wegen solcher Vorteile wird das Arbeiten mit Forschungsdaten vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) so stark gefördert und an den Universitäten und Hochschulen der Schweiz immer wichtiger. In der Theologie sowie allgemein in den Geisteswisseschaften ist das Thema jedoch noch jung. Neben dem SNF bieten hier viele Forschungseinrichtungen und Bibliotheken ihre Hilfe an, von der allgemeinen Information bis zur konkreten Beratung. Für die Universität Luzern gibt es die zentrale Anlaufstelle: https://www.zhbluzern.ch/open-science.

Für die theologische Forschung gibt es nun zudem eine:

Vorlage für einen Datenmanagementplan in Theologie

Die Vorlage verläuft anhand der Grundlage der allgemeinen DMP-Vorlage des SNF mit Erklärungen, Beispielen und hilfreichen Tipps, insbesondere für theologische Forschende der Universität Luzern, aber geeignet zur Adaption in anderen institutionellen Kontexten.

Rückfragen oder Verbesserungsvorschläge gerne an: marc.bayard @ zhbluzern.ch.

 

/ Marc Bayard

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