Was wäre für Sie das grösste Unglück? – «Nicht gelebt zu haben.»
Im LNN-Magazin in der Rubrik «Gefragte Leute» beantwortet sie im Oktober 1980 Fragen, unterzeichnet den Steckbrief und gewährt Einblick ins private Fotoalbum. Auf die Einstiegsfrage «Was wäre für Sie das grösste Unglück?» antwortet sie: «Nicht gelebt zu haben». Zu den Fotos merkt sie an: «Meine schönste Zeit ist immer jetzt. Noch schöner sind jeweils nur die Ferien; deshalb gebe ich Ihnen ein Bild aus den letztjährigen Ferien am Meer». Dieser persönliche Einblick in ihr Leben sowie viele weitere Zeugnisse ihres engagierten Lebens sind im Personendossier der ZHB archiviert.
Selbstverständlich schlägt sich Judith Stamms Tun auch im Bestand der ZHB Luzern nieder. Beispielsweise zu finden, der Bericht der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen, deren Präsidentin sie war, «Nehmen Sie Platz, Madame» aus dem Jahr 1990, die Biografie «Beherzt und unerschrocken: Wie Judith Stamm den Frauen den Weg ebnete» von Nathalie Zeindler oder «Drei Wege ins Bundeshaus: Elisabeth Blunschy, Josi J. Meier, Judith Stamm» von Inge Sprenger Viol.
Die Gesellschaft der Freunde der Zentralbibliothek, heute Freundeskreis der ZHB Luzern, wurde im Februar 1973 gegründet. Seit dem 14. April 1973 war Judith Stamm Mitglied. Mit ihr verlieren wir eine Freundin der ersten Stunden.
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