Aktuelles

"Schuld und Sühne"

oder "Verbrechen und Strafe", wie die neuere Übersetzung dieses Romans lautet, zählt zu den berühmtesten Werken von Feodor Dostojewskij (1821-1881) der bereits zu Lebzeiten als bedeutender russischer Autor geschätzt und geehrt wurde. Als aufregende Doppelinszenierung jetzt im Luzerner Theater.

"Schuld", ab 30.1.2019 am Luzerner Theater. Probenfoto: Ingo Hoehn

700 Seiten umfasst die vielschichtige Geschichte des bettelarmen und verschuldeten Jurastudent Raskolnikow, der zunächst glaubt, alle Probleme mit einem kaltblütig ausgeführten Mord zu lösen. So erschlägt er eine habgierige Pfandleiherin und deren plötzlich eintreffende Schwester. Überrascht von den psychischen Folgen seiner Tat, von quälenden Ängsten und unvermutet schweren Schuldgefühlen gesteht er schliesslich den Mord, wird verurteilt und kehrt nach acht Jahren geläutert aus dem Arbeitslager zurück.    

Vielleicht wollten Sie «den grössten Kriminalroman aller Zeiten» (Thomas Mann) schon lange lesen? Im Bestand der ZHB finden Sie verschiedene Ausgaben, darunter auch die neue Übersetzung von Swetlana Geier: "Verbrechen und Strafe". LiebhaberInnen der elektronischen Lektüre werden bei Gutenberg fündig.

Eine bemerkenswert originelle Zusammenfassung liefert der Dramaturg Dirk Sommer mit "Weltliteratur to go"  und schliesslich macht das Luzerner Theater mit einer vielversprechenden Doppelinszenierung von Schuld (auf der grossen Bühne) und Sühne (in der Box) auf das Meisterwerk aufmerksam. https://www.luzernertheater.ch/schuld .

Das Regie-Duo Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo wurde im Dezember 2017 mit dem Europäischen Theaterpreis ausgezeichnet, dem «Oscar» für europäische Theaterschaffende, der ausschliesslich an Künstlerinnen und Künstler geht, deren Arbeiten neue ästhetische und inhaltliche Statements im gegenwärtigen Theater gesetzt haben.

Premiere 30.1.2019.

 

/ ib

zum Seitenanfang