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Lesesommer! Die Favoriten von ZHB-Mitarbeitenden

«Wir brauchen Bücher, die auf uns wirken wie ein Unglück, das uns sehr schmerzt, wie der Tod eines, den wir lieber hatten als uns, wie wenn wir in die Wälder verstossen würden, von allen Menschen weg, ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.» Franz Kafka beschreibt bildhaft seine Liebe zu Büchern.

Ob historisch, beziehungspsychologisch, gesellschaftskritisch oder mit Tipps ausgestattet, ZHB-Mitarbeitende verraten ihre Lieblingsbücher:


James Baldwin, Von dieser Welt
«Baldwin beschreibt eine kurze Episode im Leben eines Teenagers in Harlem der 30er Jahre und erzählt uns dabei mehr vom Leben all jener, die nicht dazugehören, als dies die Nachrichten je könnten. Sätze wie Faustschläge, die einem heute noch den Boden unter den Füssen weghauen.»

 

Anne Cathrine Bomann, Agathe
«Klein aber fein, leicht wie ein seidiges Sommerkleid zu lesen. Ein Psychologe verliebt sich kurz vor seiner Pensionierung zum ersten Mal. Und erzählt von seinen Erlebnissen.»

 

T. Coraghessan Boyle, Wassermusik
«Ein wüster Abenteuerroman mit einem ungleichen Heldenpaar – hier Mungo Park, gefeierter schottischer Erforscher des afrikanischen Flusses Niger, der auf dem „Schwarzen Kontinent“ ziemlich untendurch muss, bevor er sich in seinen Reiseberichten faktenwidrig als glorreichen Entdecker feiern kann; dort Ned Rise, liebenswürdiger, aber vom Autoren im Verlauf der Geschichte massenhafter Unbill ausgesetzter Kleinkrimineller aus der Londoner Unterwelt. Furioses, vor ein paar Jahren in kongenialer Neuübersetzung aufgelegtes Debut eines der feinsten zeitgenössischen Literaten Amerikas.»


Amitav Ghosh, Der rauchblaue Fluss
«Zweiter, doch prima auch allein funktionierender Teil einer Romantrilogie, deren Thema der koloniale Opiumhandel zwischen Indien und China und die gewaltsame Öffnung Chinas für die Droge durch den europäischen Imperialismus ist. Ein kaum mehr erinnertes, beschämendes Stück Weltgeschichte, mit asiatischen Augen betrachtet.»
 

Legendäre Zugreisen: 60 Reisen, die du nie vergisst. (Lonely Planet)
«Das Buch begeistert mit schönen Bildern, Ideen und Informationen. Sehr schön, wenn man eine Reise mit dem Zug plant, oder einfach zum Träumen.»

 

Eduard von Keyserling, Wellen
«Passend zum Sommer eine Zeitreise an die mondäne Küste der Ostsee um 1911. Eine wunderbare Schnulze - perfekt für den Badeurlaub!»

 

Orhan Pamuk, Die rothaarige Frau
«Eine epische Reflexion auf das Leben, auf die Beziehung zwischen Vater und Sohn – Staat und Bürger –, in der Türkei von den 70ern bis heute.»

 

Mercè Rodoreda, Der Garten über dem Meer
«Der Leser reist ins Spanien vor 100 Jahren und liest eine Geschichte über ein Haus am Meer und seine Bewohner, aus Sicht des Gärtners erzählt. Ein stimmungsvolles Buch, genau richtig für laue Sommerabende, egal ob am Meer oder zu Hause.»

 

Tea Time mit Jane Austen, Rezepte und Zitate
«Das Buch enthält Rezepte, Bilder, Zitate und erzählt über die Tee-Zeremonie. Sehr schön gestaltet! Für eine wohltuende Pause in den Alltag.»

 

J. D. Vance, Hillbilly-Elegie: Die Geschichte meiner Familie und einer Gesellschaft in der Krise
«Eine Milieustudie von den Rändern der amerikanischen Gesellschaft. Vances Familienchronik erzählt von der sozialen Zerreissprobe, die der Niedergang der amerikanischen Grossindustrie die Nachfahren der in den Osten ausgewanderten armen Weissen aus den Appalachen ausgesetzt hat. Wer sich fragt, was im amerikanischen Herzland schiefgelaufen ist, dass es dem Demagogen Trump zujubelt, findet hier die Antwort.»
 

Johannes J. Voskuil, Das Büro
«Vergesst Netflix – lest Voskuil! Auf fünftausend Seiten vermisst der kultige Holländer das Ödland zwischen Locher und Papierkorb und protokolliert den diskret dramatischen Arbeitsalltag des Maarten Kooning, „wissenschaftlicher Beamter“ am Institut für Volkskunde zu Amsterdam. Umgeben von Dilettanten, Intriganten und Speichelleckern versucht dieser seinem Job verzweifelt einen Sinn abzuringen und scheitert dabei jeden einzelnen, mit sadistischer Akribie beschriebenen Tag.»
 

 

/ wy

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