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Der philosophische Kanon, neu gedacht

Wer bestimmt darüber, was ein philosophisches Werk ist? Wer entscheidet, was ein einflussreiches philosophisches Werk ist – und welcher Text in den Kanon aufgenommen wird? Wer darf sich als Philosoph oder Philosophin bezeichnen? Und welche Rolle spielen dabei Geschlecht, Herkunft und Klasse?

Viel zu lange war Frauen der Zugang zum philosophischen Betrieb verwehrt. Nicht nur waren sie von der Disziplin ausgeschlossen – die Vorstellung einer «Philosophin» war schlicht undenkbar. Philosophie wurde von Männern betrieben und viele von ihnen waren davon überzeugt, dass Frauen weder über Verstand noch Vernunft verfügen und nicht eigenständig zu urteilen vermögen.

Mit dem zunehmenden Einzug der Frauen in die Disziplin verändern sich nicht nur die Themen, die in der Philosophie verhandelt werden, sondern es finden auch vermehrt Texte von Frauen ­aktuell, wie historisch ihren Weg in den Kanon – seien es brillante zeitgenössische Stimmen oder historische Denkerinnen, die eine Neubewertung erfahren.

Als Beitrag zu diesen Entwicklungen hat das Philosophische Seminar der Universität Luzern seine Lektürempfehlungen für Studierende und Interessierte des Fachs überarbeitet. Über 50 Werke von Philosophinnen sind neu dazugekommen. Die ZHB stellt in der aktuellen Bücherschau eine Auswahl der neu enthaltenen Werke zur Verfügung.

Sie finden die Bücher ausgestellt an den Standorten Sempacherstrasse und Uni/PH-Gebäude oder als digitale Sammlung in swisscovery RZS.

/ wafi/häan


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