Fachbereich Judaistik
מאימתי קורין את שמע בערבין
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Das Judentum ist zwar die älteste der drei monotheistischen Religionen, doch als akademisches Fach ist die Erforschung des Judentums jung. So gehört die Judaistik nicht zu den traditionellen Sammlungsschwerpunkten der ZHB. Erst seit der Errichtung des Lehrstuhles für Judaistik an der theologischen Fakultät im Jahre 1971 werden Literatur und andere Medien über das Judentum durch die ZHB gesammelt. Unter den Judaica-Beständen der ZHB finden sich auch wertvolle und seltene Werke, die vor allem auf eine im Jahre 1971 erworbene geschlossene Sammlung zurückgehen.
Das Fachreferat ist in erster Linie an Dozierenden und Studierenden der Universität Luzern orientiert, deren Forschungsschwerpunkte werden besonders berücksichtigt. Der Bestand der ZHB soll aber auch Informationsbedürfnisse des allgemeinen Publikums abdecken.
Medienbestand und Schwerpunkte
Gegenwärtig sind etwa 9000 Titel im Bereich Judaistik verfügbar. Die Sammlung wird jährlich um ca. 350 Neuerwerbungen erweitert.
Haben Sie einen Medienwunsch?
Die klassische jüdische Literatur wird nach Möglichkeit in der Originalsprache und in modernen Übersetzungen gekauft. Entsprechend den Akzentverschiebungen im Fachbereich Judaistik wurde in den letzten Jahren zunehmend der Schwerpunkt auf die moderne jüdische Kulturgeschichte in Europa verlagert. Der grösste Teil der erworbenen Sekundärliteratur ist deutsch und englisch, in weit geringerem Masse auch französisch. Modernhebräische Sekundärliteratur wird nur sehr zurückhaltend gekauft.
Erwerbungsetat
Für das Fach Judaistik stehen an der ZHB ca. CHF 26'000 jährlich zur Verfügung. Davon werden ungefähr CHF 3’500 für den Kauf von Fachzeitschriften eingesetzt. Da die Judaistik jedoch ein sehr weit gefächerter Fachbereich ist, ist eine Abdeckung aller Teilbereiche mit den vorhandenen Mitteln nicht möglich. Defizite bestehen insbesondere in den Bereichen aussereuropäisches Judentum, Mittelalter und frühe Neuzeit.
Verwandte Fächer
Da Judaistik ein interdisziplinäres Fach ist, ergeben sich Überschneidungen zu fast allen geisteswissenschaftlichen Fächern, besonders jedoch zur Geschichte, zu den Literaturwissenschaften und zur Theologie.
