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Aktuelles

"Stillstand ist für uns keine Option"

Einfach war der Start des neuen Direktors der ZHB sicher nicht. Nach dem langen budgetlosen Zustand heisst es nun, die Konsequenzen so rasch als möglich zu bewältigen. Es gibt viel zu tun. Das hindert den Bibliotheksfachmann allerdings nicht daran, den Blick in die Zukunft zu richten und die anstehenden Aufgaben der ZHB zu planen.

Nach einem Monat an der ZHB kann ich sagen, dass mir die Arbeit mit dem Team wirklich gefällt. Auch unter den schwierigen Bedingungen sind die Mitarbeitenden engagiert und motiviert und leisten professionelle Arbeit. Ich habe in diesem Monat viele Gespräche innerhalb und ausserhalb der Bibliothek geführt, um mir ein Bild über die Stärken und Schwächen zu verschaffen. Grundtenor dabei war immer, dass es grundsätzlich sehr gut läuft. Das sagen auch die Partner an den Hochschulen, mit denen ja unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit bestehen.

Ein erstes grosses Ziel – neben der Sanierung des Standorts Sempacherstrasse und dem damit verbundenen Umzug ins Provisorium – wird die Strategie- und Organisationsentwicklung sein. Wir werden gemeinsam die künftigen Schwerpunkte unserer Arbeit definieren und als Strategie 2018-2022 formulieren. Darauf aufbauend werden wir auch prüfen, was wir intern verbessern können und wie wir unsere Struktur anpassen wollen. Und schliesslich müssen wir die geforderten Kürzungen umsetzen. Dabei stehen wir vor der Herausforderung, zugleich in zukunftsträchtige Lösungen, wie z.B. die Digitalisierung und Online-Publikation unserer Luzerner Kulturgüter, zu investieren.  Eines allerdings ist jetzt schon klar: Stillstand wird für uns keine Option sein.

Auch im Umfeld der Bibliothek tut sich einiges: im grossen nationalen Projekt Swiss Library Service Platform (SLSP) ist die ZHB direkte Partnerin und Aktionärin der neu gegründeten SLSP AG. In diesem Rahmen werden die Weichen für die künftige Zusammenarbeit der Schweizer Hochschulbibliotheken gestellt, und wir sind mitten drin.

Eine wichtige Rolle spielt die ZHB auch im neuen Campus, den die Hochschule Luzern sowohl in Rotkreuz als auch in Horw (hier zusammen mit der PH Luzern) plant. Wie die Bibliothek dabei im Einzelnen mitwirkt und welchen Part sie in den neuen Lernwelten übernimmt, ist Teil der laufenden Gespräche und Planungen. Erwähnen möchte ich auch die Kooperative Speicherbibliothek in Büron, die mittlerweile schon fast an ihre Kapazitätsgrenzen stösst. Das heisst, das Konzept ist sehr erfolgreich, und wenn noch weitere Interessenten dazu stossen, werden wir ein weiteres Modul bauen dürfen, so wie es weitsichtig geplant worden ist.
Mein Eindruck nach einem Monat: es läuft viel, und wir sind auf gutem Weg. Vor allem die Kultur der vertrauensvollen Zusammenarbeit gefällt mir. Offene und transparente Kommunikation ist enorm wichtig – gerade angesichts der geplanten Veränderungen und im Hinblick auf die Expansion der Standorte und die erschwerten Bedingungen des Provisoriums.

Die Zukunft der ZHB steht auch im Neubadtalk am Di, 24.10.2017 zur Diskussion. 

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