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"Erlesenes Luzern" / Et in Lucerna ego IV

  • 08.03.2017 18:30 Uhr

Kommen Sie, staunen Sie. Der Spurensucher und Echosammler Hans Peter Litscher hat nach der Anziehungskraft Luzerns gesucht. Identifiziert hat er sie an ausstrahlungsstarken Orten wie der ZHB. In der ersten und einzigen ZHB-Wunderkammer erwarten Sie erstaunliche Exponate aus den Sammlungen der ZHB, des Historischen Museums und privater Leihgeber, sowie unglaubliche ungeschriebene Geschichten.

Mit der Ausstellung «Erlesenes Luzern» endet der Ausstellungzyklus ET IN LUCERNA EGO, der das neugierige Publikum an Luzerner Orte mit einer besonderen Geschichte und Ausstrahlung führte. Nach dem Historischen Museum, dem sic!elephanthouse und der HSLU Musik, Standortort Dreilinden erreicht die Ausstellungsserie die Zentral- und Hochschulbibliothek.
In den leeren Räumen des Bildarchivs hat der Zentralschweizer Spurensucher & Echosammler Hans Peter Litscher eine einmalige Luzernische Wunderkammer installiert.

Vernissage am 8.3.2017, 18:30. In der Führung durch die Ausstellung und einem Gespräch mit Stanislaus von Moos kommentiert Hans Peter Litscher die ausgestellten Exponate und ihre ungeahnten Bedeutungen. Anschliessender Apéro.    

 

Eine an Kuriosa und Besonderheiten überreiche Ausstellung in der ZHB Luzern
Keine Regel ohne Ausnahme. Eigentlich sollte diese an Kuriosa und Besonderheiten überreiche Ausstellung im Rahmen des ZHB-Finale, der grossen Abschlussveranstaltung vor Beginn des zweijährigen Bauprojekts, gezeigt werden. Dann kam alles anders als geplant: Der Kanton Luzern bekam kein Budget, die ZHB vorerst kein Bauprojekt und obendrein auch keine Veranstaltungen oder Ausstellungen, von neuen Medien ganz zu schweigen. Dass die Ausstellung «Erlesenes Luzern» nun gleichwohl zu sehen ist, verdankt sich einerseits der Finanzierung durch Drittmittel, allen voran den Beiträgen der Ernst Göhner Stiftung, und andererseits dem Engagement des Kurators: Hans Peter Litscher, der in unvergleichlicher Weise nach Luzerns Anziehungskraft und den Geistern der besonderen Orte geforscht hat.

Die Geister des Hauses beschwören
Der Zentralschweizer Spurensucher und Echosammler Hans Peter Litscher macht Luzerns besondere Anziehungskraft an vier Orten mit spezieller Ausstrahlungskraft dingfest. Nach dem Historische Museum, dem sic!elephanthouse und dem ehemaligen Konservatorium, dem heutigen Institut für Klassik und Kirchenmusik (HSLU-Musik), gastiert Hans Peter Litscher nun in der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern. In dem 1951 von Otto Dreyer gebauten Haus ist eine faszinierende Wunderkammer entstanden, ein Tummelplatz für die meist verborgenen, literaturverliebten «Geister des Hauses», die zu der Aura des Hauses beitragen, auch wenn sie sich den Besucherinnen und Besuchern des Hauses für gewöhnlich nicht ohne weiteres zeigen. Die Ausstellung lebt von Materialreichtum, überraschenden Begegnungen und ungewöhnlichen Verbindungen. Nur, was hat das grossmäulige Krokodil inmitten der sorgfältig arrangierten frühdurcke zu suchen, und was genau verbindet den amerikanischen Filmregisseur Orson Welles mit Luzern?

Hans Peter Litscher
wurde 1955 in Stans geboren und lebt seit 1975 grösstenteils in Paris. Nach ersten Ausstellungen bei Jean Christophe Ammann im Kunstmuseum Luzern 1972/73, Studien an der Theaterschule Jacques Lecoq in Paris, an der Sorbonne und bei Gilles Deleuze. Seit Anfang der 1980er Jahre hat Hans Peter Litscher Theaterprojekte im Théâtre National de Chaillot und im Théâtre de la Bastille in Paris, beim Festival d’Avignon und bei diversen anderen Festivals präsentiert, etwa Theater der Welt in Bonn, Köln, Düsseldorf, Duisburg, den Wiener Festwochen, den Berliner Festspielen, dem Festival «New Europe» in New York und dem Theatertreffen der Bundesrepublik in Moskau. Er gastierte ausserdem an verschiedenen Theatern in Deutschland, Österreich, Frankreich, Korea und Amerika. In der Schweiz waren in den letzten Jahren unter anderem folgende Projekte von Litscher zu sehen: Post tenebras Lux im Museum im Bellpark Kriens und im Hotel Union Luzern, Cechows drei entfernte Cousinen, Radio Scheherzade im Theater am Neumarkt in Zürich. Als Kurator hat Hans Peter Litscher Ausstellungen im Museum Moderner Kunst in Wien, in der Kunsthalle Schirn in Frankfurt, im Haus der Kunst München, an der Buchmesse in Frankfurt, im Centre Culturel Suisse in Paris, im Centre d’Art Contemporain Attitudes in Genf sowie im Kunsthaus Aarau realisiert. Als Co-Kurator war er im Palais des Beaux-Arts in Brüssel, im Kunsthaus Zürich, im Museum für Angewandte Kunst und der Kunsthalle Wien, im Rudolphinum in Prag und an der Biennale von Venedig tätig.  

Kommentierte Spezialführungen
Fragen über Fragen und noch mehr Antworten gibt es im Rahmen der Spezialführungen, wenn Hans Peter Litscher sein Publikum mit ungewöhnlichen Objekten und ungeschrieben Geschichten verblüfft.

Führungen:

Mi, 8.3.2017, 18:30 (Vernissage)
Sa, 11.3.2017, 11:00
Di, 14.3.2017, 18:00
Sa, 18.3.2017, 11:00
Mi, 22.3.2017, 18:00
Mi, 29.3.2017, 18:00
Di, 04.4.2017, 18:00
Sa, 08.4.2017, 11:00
Di, 11.4.2017, 18 :00
Mi, 19.4.2017, 18 :00
Sa, 22.4.2017, 11:00

Achtung: Die Ausstellung ist nur an der Vernissage und während den Führungsterminen zugänglich. 

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